Über die Behandlung

Zahn- und Zahnfleischerkrankungen (Parodontalerkrankungen) sind eine der häufigsten Erkrankungen bei Hunden und Katzen – die Mehrheit aller Tiere über 3 Jahren leidet daran. Parodontologische Behandlungen sind deshalb ein integraler Bestandteil jeder Zahnsanierung.

Es beginnt mit Zahnbelag (Plaque), der mit der Zeit zu hartem Zahnstein wird und besonders Beläge und Zahnstein unterhalb des Zahnfleischrandes können das Gewebe schädigen und zu Infektionen und Entzündungen führen.

Eine bakterielle Entzündung des sogenannten Zahnhalteapparates (dazu gehören u.a. Zahnfleisch, Wurzelhaut und Zahnfach) nennt man Parodontitis und diese kann unbehandelt zu Kieferknochenschwund führen. Außerdem können die Bakterien in weiterer Folge auch zu einer Schwächung des Immunsystems und Schädigungen von Gelenken oder Organen wie dem Herz führen.

Die Symptome können aber sehr subtil und äußerlich schlecht oder gar nicht erkennbar sein und oft zeigen unsere Haustiere ihre Schmerzen auch nicht offensichtlich – eine frühe Erkennung und Behandlung ist aber wichtig, da eine fortschreitende Parodontitis sonst schwerwiegende Probleme und Schmerzen verursachen kann.

Gerade deshalb ist eine regelmäßige Kontrolle von Maul und Zähnen bei Ihrem tierärztlichen Team und eine regelmäßige professionelle Reinigung so wichtig.

So funktionierts:

Im Zuge der Zahnsanierung wird auch eine gründliche Reinigung von Zähnen, Zahnzwischenräumen und Zahnfleischtaschen durchgeführt, dabei werden Beläge und Zahnstein mit einem piezoelektrischen Ultraschallgerät entfernt.

❗️Ganz wichtig: es muss auch unterhalb des Zahnfleischrandes gereinigt (kürettiert) werden. Bei Bedarf wird eventuell auch eine offene Kürettage durchgeführt, bei der auch die Zahnwurzeln freigelegt und gereinigt werden.

Zum Abschluss werden die Zähne mit einer speziellen fluoridfreien Paste poliert, das dient dem Schutz des Zahnschmelzes und der Glättung der Zahnoberfläche, damit sich neue Beläge nicht so leicht festsetzen können.

Verfasser:

Monika Herold-Wagner