Über die Behandlung

Bei Verdacht auf eine Infektion mit Bakterien oder Pilzen kann zur Diagnose und für eine gezielte Therapie der Nachweis dieser Mikroorganismen nötig sein.

In der Dermatologie wird das am häufigsten bei tiefen Wunden, bzw. chronischen und nässenden Hautentzündungen angewendet.

So funktionierts:

Eine erste Untersuchung, ob Bakterien oder Hefepilze vorhanden sind, kann oft schon in der Praxis durchgeführt werden – dazu wird ein Abstrich bzw. das Sekret (z.B. Ohrtupfer oder Wundsekret) mikroskopisch untersucht (siehe Zytologische Untersuchung).

Für eine genauere Untersuchung, um festzustellen um welche Bakterien- oder Pilzart es sich handelt, muss die Probe allerdings zur bakteriologischen bzw. mykologischen Untersuchung ins Labor geschickt werden. Dazu wird mit einem sterilen Tupfer ein Abstrich des Sekretes, bzw. der Wundflüssigkeit genommen und in einem speziellen Transportbehälter ins Labor geschickt. Bei Verdacht auf eine Dermatophytose (Infektion mit den HautpilzenMicrosporum oder Trichophyton) können auch Haare und Hautschuppen eingesendet werden. Das Probenmaterial wird dann auf ein spezielles Nährmedium aufgetragen und in den folgenden Tagen daraufhin kontrolliert, ob und welche Mikroorganismen darauf wachsen.

Gleichzeitig kann auch getestet werden welches Antibiotikum gegen den vorhandenen Bakterienstamm am wirksamsten ist oder welches unwirksam, also resistent ist. Dieser Vorgang wird als Antibiogramm bezeichnet.

Verfasser:

Monika Herold-Wagner